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Die Popularität der Möpse ging bald über auf Tibet, dort wurden diese kleinen Hunden vornehmlich von Mönchen gehalten, dann weiter nach Japan und schlussendlich Europa. Die ersten Tiere wurden im späten 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts von Händlern und Crewmitgliedern der „Dutch East Indies Trading Company“ nach Europa gebracht. Der Mops wurde später zum offiziellen Hund des „Haus Oranien-Nassau“ erklärt. 1572 rettete ein Mops dem Prinz Oraniens das Leben, weil er einen Attentäter anbellte. 1688 begleitete ein Mops William III und Mary II als diese die Niederlande verließen um den Thron von England zu besteigen. Auch in vielen anderen europäischen Ländern gewannen die Möpse schnell an Popularität. In Spanien wurde ein Mops vom berühmten Maler Goya portraitiert. Manchmal wurden sie als Fährtenhunde eingesetzt, aber auch beim Militär um Tiere oder Menschen aufzufinden, des Weiteren fanden sie oft Verwendung als Wachhunde.Die Popularität nahm im 18. Jahrhundert weiter zu. So war Marie Antoinette im Besitz eines Mops bevor sie mit 15 Louis XVI heiratete. Joséphine hatte auch einen Mops vor ihrer Heirat mit Napoleon Bonaparte, der Hund schmuggelte Nachrichten zu ihrer Familie als sie im Gefängnis Les Carmes saß, er war der Einzige mit Besuchrecht. Der englische Maler William Hogarth besaß gleich mehrere Möpse, denen er sich auch ausgiebig widmete. 1745 erstellte er ein Selbstportrait zusammen mit seinem Mops Trump, das Original hängt in der Tate Gallery in London.Im 19. Jahrhundert wurden in England Möpse von der Königin Victoria gezüchtet. Ihre Bemühungen auf diesem Gebiet trugen einen großen Teil zur Gründung des Kennel Clubs bei. Der Kennel Club wurde 1873 gegründet, Victoria bevorzugte aprikosen- und beigefarbene Hunde, die aristokratische Lady Brassey sei verantwortlich für die Etablierung von schwarzen Möpsen in England. Im 19. Jahrhundert erreichten die Hunde auch die USA, dort wurden sie 1885 auch in den American Kennel Club Standard mit aufgenommen, die kleinen Hunde fanden schnell ihren Weg in amerikanische Familien und die diversen Hundeshows. Äußeres ErscheinungsbildWährend die meisten Mops Hunde auf Gemälden aus dem 18. Jahrhundert lang und mager erscheinen, setzt der heutige Rassenstandard andere Merkmale voraus. Der Hund sollte einen quadratischen, gedrungenen und kompakten Körper aufweisen, eine tiefe Brust und gut ausgebildete Muskeln. Der Kopf, getragen auf dem gewölbten Nacken, sollte groß, in Relation zur Körpergröße, und rund sein, auf der Zeichnung von Alfred Edmund Brehm aus dem berühmten Buch „Brehms Tierleben“ ist sehr gut zu sehen wie das Erscheinungsbild eines Mops noch zum 18. Jahrhundert war. Die Augen sind groß, dunkel und stehen etwas hervor, die Falten auf ihrer Stirn sollten gut ausgeprägt und tiefgehend sein. Die Ohren sollten fein und weich wie Samt sein, bei den Ohren werden zwei Varianten unterschieden: dem Rosensohr (klein, rund, die Rückseite ist nach innen gefaltet, der vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, teilweise ist das innere der Ohrmuschel sichtbar) und dem Knopfohr (nach vorne fallend, hoch angesetzt und dicht am Kopf anliegend). Das Knopfohr wird allerdings von Juroren als auch Züchtern meist stark bevorzugt. Das Tier sollte einen leichten Vorbiss aufweisen.Das kurze, feine und glänzende Fell kann ich den Farben Aprikose, Beige, Silber, Schwarz und in weiteren verschiedenen Nuancen dazwischen vorkommen. Ein silbriges Fell ist gekennzeichnet durch einen sehr hellen Pelz, ohne schwarzes Deckhaar. Die Grundfarbe sollte im klaren Kontrast zu den Abzeichen (Maske, Ohren) sein, außer bei einfärbig schwarzen Tieren. Möpse verschiedener Felltypen können mit den Jahren ausbleichen. Beige Möpse, die ein Unterfell und Deckhaar aufweisen, sind am bekanntesten für das Ausbleichen der Fellfarbe. Mops Besitzer haben die verschiedensten Methoden entwickelt um das Ausbleichen soweit hinaus wie möglich zu verzögern. Teilweise Lösungen umfassen die Verwendung von speziellen Shampoos, Zugabe von speziellen Nährstoffen oder Änderung der Ernährung des Hundes, oder einfach Haare schneiden. Alternativ kann auch regelmäßige Fellpflege das Ausbleichen in Grenzen halten.Sein TemperamentDas streng wirkende Gesicht der Möpse verleugnet ihren wahren Sinn für Spaß. Möpse sind sehr soziale Hunde und manchmal ignorant bei gewissen Sachen. Sie sind jedoch sehr verspielt, charmant, clever und sind bekannt dafür bei Hunde Gehorsamkeitswettbewerben sehr gut abzuschneiden. Möpse sind einer Menschenstimme gegenüber sehr folgsam, deswegen ist es eigentlich auch nie notwendig sie scharf zu ermahnen oder gar zu bestrafen. Diese Rasse kommt generell sehr gut mit anderen Haustieren zurecht, sie bevorzugen allerdings die Gesellschaft von Menschen und benötigen dementsprechend viel Aufmerksamkeit von Frauchen und Herrchen.Wird ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet oder nicht mit ihnen gespielt können die Tiere ängstlich oder bösartig werden. Möpse sind sehr aufmerksame Hunde und stets an der Seite ihres Besitzers, sie verfolgen einen gerne von Raum zu Raum und beobachten alles ganz genau. Sie sind sehr freundliche Hunde und haben eine regelrechte Kinder Affinität. Sie neigen dazu Gefahren zu unterschätzen und stürzen sich gleich auf alles was irgendwie interessant auf sie wirkt, hier ist besonders im Umgang mit anderen Hunden die Aufmerksamkeit des Besitzers gefragt. Da sie meistens ihnen entgegen gebrachte Aggressionen nicht richtig deuten können, kann es durchaus vorkommen, dass sie sich um zu spielen auf einen anderen Hund stürzen der ihnen gegenüber nicht positiv gesinnt ist. GesundheitWie bei allen brachycephalen Rassen leiden auch Möpse häufig unter Atmungsproblemen. Bei der Auswahl eines Mopses, sollte somit darauf geachtet werden, dass der Züchter hiervon weg züchtet. Hornhautverletzungen (Cornea) sind auch häufige Erkrankungen von Möpsen, da die Augen der Hunde leicht hervorstehen. Auch kann es zu einer Reizung durch die Haare in der Nasenfalte kommen.Ansonsten ist der Mops ein sehr robustes Wesen. Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |